Was Mitarbeitende heute wirklich im Unternehmen hält
Drei Unternehmen aus Ostwürttemberg geben Einblicke in ihre Personalpolitik. Eine neue Videoreihe zeigt, welche Rolle Unternehmenskultur, Vereinbarkeit und Frauengesundheit bei der Mitarbeiterbindung spielen.
OSTWÜRTTEMBERG. Fachkräfte zu finden ist für viele Unternehmen längst schwierig. Doch mindestens ebenso wichtig ist eine zweite Frage: Was müssen Betriebe tun, damit Mitarbeitende gerne bleiben?
Mit genau diesem Thema beschäftigt sich die neue Videoreihe „Starkes Unternehmen – Unterschätzte Potenziale“ der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg. Dafür wurden drei Unternehmen aus der Region besucht, die unterschiedliche Ansätze moderner Personalpolitik zeigen.
Drei Unternehmen geben Einblicke
Beteiligt sind der BARMER-Verwaltungscampus Schwäbisch Gmünd, das Transportunternehmen K. Schmid Transportservice GmbH & Co. KG aus Herbrechtingen sowie das Projektplanungsbüro Julia Roth Projects GmbH aus Heidenheim.
Die Videoclips und Interviews zeigen anhand konkreter Beispiele, dass Mitarbeiterbindung nicht allein eine Frage von Gehalt oder Zusatzleistungen ist. Entscheidend können ebenso Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen und der Blick auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Beschäftigten sein.
Vertrauen, Vereinbarkeit und Frauengesundheit
Im Mittelpunkt der Reihe stehen drei Themen: eine vertrauensbasierte Unternehmenskultur, die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit sowie Frauengesundheit.
Die regionalen Praxisbeispiele werden durch Hintergrundinformationen und konkrete Handlungsempfehlungen ergänzt. Damit richtet sich die Reihe insbesondere an Unternehmen und Personalverantwortliche, die ihre Personalpolitik weiterentwickeln möchten.
Personalbindung wird zum Wettbewerbsfaktor
Hintergrund ist der demografische Wandel, dessen Folgen nach Angaben der Kontaktstelle in Ostwürttemberg bereits in zahlreichen Branchen spürbar sind. Wenn qualifizierte Beschäftigte fehlen, kann Personalbindung unmittelbar Einfluss auf betriebliche Abläufe und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens haben.
Die Beispiele aus der Region zeigen deshalb einen Perspektivwechsel: Nicht nur die Frage, wie neue Mitarbeitende gewonnen werden können, rückt in den Mittelpunkt – sondern ebenso, unter welchen Bedingungen Menschen langfristig in einem Unternehmen arbeiten möchten.
Videos geben praktische Impulse
Unternehmen und Arbeitgeber können die Videoreihe online ansehen und die Beispiele als Anregung für die eigene Personalpolitik nutzen. Für weiterführende Informationen und Austausch stehen zudem die Geschäftsstellen der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim zur Verfügung.
Ein Thema für die Arbeitswelt von morgen
Für junge Menschen beginnt Berufsorientierung nicht erst bei der Frage nach einem Ausbildungsberuf. Auch die Bedingungen, unter denen später gearbeitet wird, gewinnen an Bedeutung. Unternehmenskultur, Vereinbarkeit und Entwicklungsmöglichkeiten können deshalb bereits bei der Wahl eines Arbeitgebers eine Rolle spielen.


