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Fit für die Metallausbildung: Wenn Mathe schon vor dem ersten Arbeitstag beginnt

60 Jugendliche haben sich in Ostwürttemberg freiwillig eine Woche lang auf ihre Ausbildung in Metallberufen vorbereitet. Beim Programm „SINUS 9“ geht es vor allem um mathematische Grundlagen – und darum, den Start ins Berufsleben sicherer zu machen.

ALEN/OSTWÜRTTEMBERG. Noch bevor die Ausbildung überhaupt begonnen hat, freiwillig eine Woche lang Mathe lernen? Was zunächst nicht unbedingt nach einem attraktiven Ferienprogramm klingt, hat einen sehr praktischen Hintergrund: Gerade in metallverarbeitenden Berufen werden mathematische Kenntnisse vom ersten Ausbildungstag an gebraucht.

Genau hier setzt das Programm „SINUS 9“ an. Vom 20. bis 24. Juli nutzten 60 angehende Auszubildende das kostenlose Angebot an mehreren Schulen im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim.

Trigonometrie für den Berufsstart

Im Mittelpunkt standen mathematische Grundlagen mit besonderem Schwerpunkt auf Trigonometrie. Ziel ist es, Wissenslücken möglichst noch vor Ausbildungsbeginn zu schließen.

Damit verfolgt das von der Bildungsregion Ostalbkreis initiierte Projekt auch ein längerfristiges Ziel: Jugendlichen soll der Einstieg in anspruchsvolle Metallberufe erleichtert und das Risiko eines späteren Ausbildungsabbruchs verringert werden.

Sechs Schulen als Lernorte

Die Projektwoche fand an der Schillerschule Aalen, der Friedrich-von-Keller-Schule Abtsgmünd, der Härtsfeldschule Neresheim, der Buchenbergschule Ellwangen, der Schiller-Realschule mit Werkrealschule im Verbund Schwäbisch Gmünd sowie der Bühlschule Giengen statt.

Schulen und Unternehmen arbeiten zusammen

Getragen wird SINUS 9 von einer Kooperation regionaler Ausbildungsbetriebe, beruflicher Schulen und Kammern. Zu den beteiligten Unternehmen gehören MAPAL Dr. Kress KG, Kessler & Co. GmbH & Co. KG, VAF GmbH, VARTA AG, Röhm GmbH und Bosch Automotive Steering GmbH.

Auf Seiten der beruflichen Schulen beteiligen sich die Technische Schule Aalen, die techma Ellwangen und die Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd. Unterstützt wird das Programm außerdem von der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg, der Handwerkskammer Ulm und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall.

Zum Abschluss gibt es ein Zertifikat

Am Ende der intensiven Woche stellten die Jugendlichen ihr neu erworbenes Wissen in einem Abschlusstest unter Beweis. Alle Absolventinnen und Absolventen erhielten anschließend ein Zertifikat.

Für die Jugendlichen geht es dabei um mehr als Mathematik: Sie sollen mit besseren fachlichen Voraussetzungen und mehr Sicherheit in ihren neuen Lebensabschnitt starten.

SINUS 9 geht weiter

Das von der Bildungsregion Ostalbkreis initiierte Vorbereitungsprogramm läuft inzwischen im dritten Jahr. Nach Angaben der Bildungsregion fällt die Resonanz der Beteiligten so positiv aus, dass bereits feststeht: Auch im kommenden Jahr soll SINUS 9 wieder angeboten werden.