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33 junge Menschen, viele Wege in den Beruf

Beim Ostalbkreis starten Nachwuchskräfte in Verwaltung, IT, Sozialer Arbeit, Technik und weiteren Bereichen. Der Blick auf den neuen Jahrgang zeigt, wie unterschiedlich Ausbildung und Studium bei einer Kreisverwaltung sein können.

Mehr als Verwaltung am Schreibtisch

Wer „Landratsamt“ hört, denkt wahrscheinlich zuerst an Büros, Anträge und Verwaltung. Der neue Ausbildungsjahrgang des Ostalbkreises zeigt allerdings ein deutlich breiteres Bild.

Am 1. September 2026 haben 33 junge Menschen ihre berufliche Laufbahn beim Ostalbkreis begonnen. Begrüßt wurden sie im Aalener Landratsamt von Verwaltungsdezernent Klaus Wolf, Ausbildungsleiterin Xenia Dietrich und Personalrätin Julia Frey.

Von Verwaltung über IT bis Bauingenieurwesen

Die Wege der neuen Nachwuchskräfte sind sehr unterschiedlich. Vier beginnen die Ausbildung zu Verwaltungsfachangestellten, fünf starten die Laufbahn im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst und ein Auszubildender wird Fachinformatiker für Systemintegration.

Hinzu kommen Studierende: Sechs absolvieren ihr Einführungspraktikum im Studiengang Public Management, acht studieren Soziale Arbeit. Vertreten sind außerdem Bauingenieurwesen sowie erstmals BWL – Tourismus- und Destinationsmanagement.

Auch gewerblich-technische Berufe gehören dazu: Zwei Nachwuchskräfte starten in der Vermessungstechnik, zwei weitere als Straßenwärter. Ergänzt wird der neue Jahrgang durch einen Bundesfreiwilligendienst im Resilienzzentrum und zwei Freiwillige Soziale Jahre im Kreismedienzentrum.

Was daran interessant ist

Die Zahl 33 ist der aktuelle Anlass. Interessanter ist aber, was dahintersteht: Eine Landkreisverwaltung braucht sehr unterschiedliche Fähigkeiten.

Sie verwaltet nicht nur. Sie betreibt und plant Infrastruktur, arbeitet mit Geodaten und IT, übernimmt soziale Aufgaben, kümmert sich um Straßen und beschäftigt sich mit Tourismus und Regionalentwicklung. Genau diese Aufgabenvielfalt spiegelt sich in den Ausbildungs- und Studienwegen wider.

Für Jugendliche bedeutet das: Wer sich einen Beruf im öffentlichen Dienst vorstellen kann, muss nicht automatisch einen klassischen Verwaltungsberuf wählen.

Erst einmal ankommen

In einer Einführungswoche lernen die Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger die Kreisverwaltung und ihre Aufgaben kennen. Ein Team-Building-Tag und Informationen zu den jeweiligen Ausbildungs- und Studiengängen gehören ebenfalls zum Programm.

Unter dem Hashtag #AZUBILOA sollen die Nachwuchskräfte über die Social-Media-Kanäle des Landratsamts auch von ihren ersten Erfahrungen berichten.

Der größere Blick

Ausbildung ist mehr als die Suche nach einem freien Platz. Sie ist auch die Frage: Welche Arbeit passt zu mir?

Der neue Jahrgang beim Ostalbkreis macht sichtbar, wie verschieden die Antworten darauf sein können – vom Büro über soziale Arbeit und IT bis zur Straße.

Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft für die Berufswahl: Nicht nur nach bekannten Berufsbezeichnungen suchen. Sondern zuerst herausfinden, was man gern macht, welche Verantwortung man übernehmen möchte und in welchem Arbeitsalltag man sich wiederfinden kann.